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WeyerFrau Kleine, große, lustige, traurige, sinnige und unsinnige Geschichten. Artikel, Reden und Werbung. Stories made by WeyerFrau

Damals in DeutschlandEs muss Frühsommer 2020 gewesen sein. Ich habe den Aldi in Kreuzau ordnungsgemäß mit Maske betreten...
12/01/2026

Damals in Deutschland

Es muss Frühsommer 2020 gewesen sein. Ich habe den Aldi in Kreuzau ordnungsgemäß mit Maske betreten. Während des Einkaufes habe ich plötzlich gemerkt, dass ich (Typ 1 Diabetikerin) unterzuckert bin. Sicherheitshalber habe ich aber noch meinen Zucker gemessen. Zucker messen heißt: In den Finger piecksen und einen Bluttropfen auf den Teststreifen geben, der zuvor in das Messgerät gesteckt worden ist. Mal ist es schwer, Blut rauszuquetschen, manchmal kommt es aber auch regelrecht angeschossen. So auch in diesem Moment im Aldi. Normalerweise lutsche ich dann den Finger ab und mache weiter, wie gehabt. Wer eine starke Unterzuckerung - wie nur bei insulinpflichtigen Diabetikern möglich - nicht kennt, der möge sich an einen heftigen Kater oder einen Turkey bei Drogenmissbrauch erinnern. Ich bin zittrig gewesen, angespannt und hab mir erstmal den blutigen Finger gegen die Maske gehauen. Allmählich bildete sich eine Traube um mich. Ich bin beschimpft worden, auf mich ist mit Fingern gezeigt worden. Ich hab einen Wert von 45 gehabt (120 ist normal) und eine Packung Kekse aufgerissen und drei auf einmal in den Mund gesteckt, während mir der Schweiß von der Stirn getropft ist. Die Beschimpfungen sind lauter geworden. Keiner ist auf die Idee gekommen, mich zu fragen, ob ich Hilfe brauche. Nach zehn Minuten ist mein Blutzuckerspiegle wieder angestiegen und ich bin zur Kasse gegangen. Hocherhobenen Hauptes. Draußen hab ich mich ins Auto gesetzt und erst mal eine Runde geheult.

Von 2015-2025 - leider keine BesserungIch habe Silvester im netten, kleinen Dublin in Texas verbracht, und es war so fri...
04/01/2026

Von 2015-2025 - leider keine Besserung

Ich habe Silvester im netten, kleinen Dublin in Texas verbracht, und es war so friedlich, dass ich schon um Zehn eingeschlafen bin und die Katzen mich, erschrocken über einen frühen Böller, um fünf vor Zwölf geweckt haben. Es hat dann in Folge eine paar Böller und ein bisschen buntes Feuerwerk gegeben. Mehr nicht, keine Krankenwagen, keine Polizei, keine Randale und keine Gruppenvergewaltigung. In Deutschland läuft Silvester ja seit einem Jahrzehnt nicht mehr so ruhig ab. Mit der „Armlänge Abstand“ hat das angefangen. Das nämlich ist die Empfehlung der damals frisch gewählten parteilosen Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker für besorgte und verängstigte Frauen gewesen. Da hat es angefangen, dass (auch) Frauen, sexuellen Missbrauch, Nötigungen und Vergewaltigungen, so sie denn durch eher dunkelhäutige, nicht-deutsche Männer stattfinden, herunterspielen. Da hat es angefangen, dass Frauen die Schmerzen der Opfer zum Schutz einer woken Blase kleinreden. Frau Reker hat den Startschutz zur Opfer-Verhöhnung gegeben.

Armlänge Abstand

Für diejenigen, die sich nicht mehr erinnern können, sei hier die Kölner Silvesternacht von 2015/16 kurz zusammengefasst. Das Areal zwischen Kölner Dom und Hauptbahnhof bot die schaurige Kulisse für ein erbärmliches Schauspiel, bei dem überwiegend Nordafrikaner wie wilde Tiere über Frauen herfielen. Es gab 1210 Strafanzeigen, darunter Körperverletzungen, Messerattacken und 511 sexuelle Übergriffe. Die Dunkelziffer lässt sich noch nicht einmal erahnen. Und im Nachgang empfahl Reker den Frauen, immer eine Armlänge Abstand zu halten. Und die Polizei sprach intern von Nafris (Nordafrikanischen Intensivtätern). Dieser Begriff gelangte an die Öffentlichkeit. Und die woke Blase hatte Schnappatmung. Nicht wegen der Vergewaltigungen, sondern wegen des Begriffs.

Stockholm-Syndrom

Köln hat sich in den darauffolgenden Jahren hunderte Male wiederholt. Im Kleinen und im Großen. Hier ne Messerstecherei, da ne Gruppenvergewaltigung und dort ein Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt. Jedes Mal eine Nadelstich in die woke Blase. Sollte man meinen. Die Antwort aus der Bubble heraus ist aber nie eine Forderung nach strengeren Maßnahmen oder nach Opferschutz. Nein, die Antwort ist dann eine „Demo gegen rechts“. Die woke Blase befindet sich im kollektiven Stockholm-Syndrom und sympathisiert mit den Tätern und nimmt sie in Schatz. So auch zu sehen bei der Stadtbild- und wir-sind-die-Töchter-Debatte um Merz. Und wieder sind es Frauen, die Opfer verhöhnen. Gut situierte Töchter, die sich nie an dunklen Bahnhöfen und Bushaltestellen aufhalten müssen, spielen die Taten an solchen Plätzen herunter. Die aktuellen Ereignisse zum Jahresbeginn in Berlin und anderen Städten lassen da nicht wirklich eine Besserung erkennen. Und dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass immer mehr Menschen in Deutschland diesen Irrsinn erkennen und handeln. Dass es friedlich wird, wie in meinem netten, kleinen Dublin in Texas.

Planken lässt die Puppen tanzenDie Älteren unter Ihnen werden sich noch an Karl-Eduard von Schnitzler und seinen berühmt...
14/12/2025

Planken lässt die Puppen tanzen

Die Älteren unter Ihnen werden sich noch an Karl-Eduard von Schnitzler und seinen berühmt berüchtigten „Schwarzen Kanal“ erinnern. Staatsfunk! Das Propaganda-Instrument der ehemaligen DDR schlechthin. Ich war immer ein bisschen betreten, hab mich so ein kleines bisschen fremdgeschämt, hab die Leute im Osten bemitleidet und mich über die Tagesschau in der ARD und heute im ZDF gefreut, die ungefilterte Nachrichten lieferten und herrliche Kommentare, die natürlich als solche gekennzeichnet waren, von Journalisten wie Claus Hinrich Casdorff, Dieter Kronzucker, Klaus Bednarz, Hanns Joachim Friedrichs und Gabriele Krone-Schmalz.

Party-Mucke und Jubel-Fähnchen

Heute denke ich, die Öffentlich Rechtlichen haben die Staatsfunk-Barriere längst überschritten und eine Anna Planken lässt einen Karl-Eduard von Schnitzler wie einen blutigen Anfänger aussehen. „Die 100 - Was Deutschland bewegt“, heißt die Sendung. Moderiert von Ingo Zamperoni. Auf der Showbühne 100 Zuschauer und Till Nassif und Anna Planken, die als Journalisten vorgestellt werden. Vorab ein Stimmungsbild: Nur 15 Prozent der Zuschauer glauben, dass Deutschland gut regiert wird. Und dann legt Planken los. Mit Deutschland-Maskottchen, Fußball-Jubel-Mucke und schwarz-rot-goldenen Jubel-Fähnchen. Die darf man ja normalerweise nicht schwenken, ohne gleich unter Nazi-Verdacht zu stehen. Aber bei Plankens Jubel-Feier werden solche Regeln außer Kraft gesetzt. Nassif soll den vermeintlichen Gegenpart darstellen. Wird dieser Rolle aber – sofern die überhaupt ernsthaft angelegt sein sollte – nicht gerecht. Außer einer abstrusen und ziemlich peinlichen Hautfarben-Einlage, ist von ihm nicht wirklich etwas zu vernehmen. Und Planken jubelt weiter. Setzt immer wieder zu Laola-Attacken an. Behauptet, zwei Drittel der Deutschen seien mit der Arbeit der Regierung und Merz zufrieden. Planken ist nicht mehr zu halten und bejubelt Merz als den Macher und 500 Milliarden Extra-Schulden, das so genannte Sondervermögen, als das größte Investitionspaket, das Deutschland je gesehen hat. Und dazu lässt Planken die Puppen tanzen. So geht Staatsfunk heute! Von Schnitzler war echt ne kleine Nummer.

Dem Sonn(en)tag entnommen. Bild/ai: J. Staud

Haltungsläden und HaltungsschädenMöchten Sie von Ihrem Drogeriemarkt politisch erzogen werden? Oder vom Buchladen Ihres ...
30/11/2025

Haltungsläden und Haltungsschäden

Möchten Sie von Ihrem Drogeriemarkt politisch erzogen werden? Oder vom Buchladen Ihres Vertrauens? Ich nicht. Gerade wird in Deutschland mal wieder unterteilt … in „Gut“ und „Böse“ … in Rossmann und dm. Wie es zu dieser profanen Zuweisung kommen konnte, ist relativ schnell erklärt. Es gibt in Deutschland den Verband der Familienunternehmen, der – wie der Name vermuten lässt – ein Zusammenschluss selbiger ist. Dessen Präsidentin Marie-Christine Ostermann hat unlängst geäußert, die strikte Abkanzelung der AfD aufzugeben, und Vertreter der Partei zukünftig, genau so wie Mitglieder anderer Parteien, zu Foren einzuladen. Der Verband hat damit ja in keinster Weise eine Wahlempfehlung ausgesprochen, sondern lediglich eine Partei, die ein Viertel der Wähler in Deutschland hinter sich weiß, nicht mehr ausgeschlossen. Mir ist nicht bekannt, dass sich jemals ein Unternehmen vom Verband distanziert hat, weil dieser Parteien ein Forum bietet, die Kriege anheizen. Sei’s drum, für Rossmann ist der Abbau der Brandmauer Grund genug, die Mitgliedschaft im Verband medienwirksam zu kündigen. Die Oetker-Gruppe lässt ihre ruhende Mitgliedschaft nun endgültig einschlafen. Und die Deutsche Bank, die sich zunehmend in der Rüstungsindustrie engagiert, kann es moralisch nicht verantworten, dem Verband der Familienunternehmer weiterhin Räume für Tagungen zur Verfügung zu stellen. Rossmann hat sich mit dieser Aktion gekonnt zur Weihnachtszeit ins Gespräch gebracht.

Woker Lautstärkepegel

Was für eine (kostenlose) Werbung! Alle Medien berichten! Aber: Die AfD-Wähler werden vermutlich nicht mehr in ihren Filialen einkaufen. Und auch wenn die Woken noch so laut schreien, die Zahl derer, die von „politisch korrekt“ nur noch genervt sind, ist größer, als man – am Lautstärkepegel gemessen – meinen mag. Ergo: Der Umsatz von Grossmann geht in den Keller, während dm das Weihnachtsgeschäft schlechthin machen könnte. Dem lässt sich aber entgegenwirken. Mit dm-Bashing. Jetzt wird versucht, dm in die rechte Ecke zu stellen, weil die sich nicht vom Verband der Familienunternehmer distanzieren?!? Damit werden bei beiden Drogerie-Märkten Arbeitsplätze riskiert. Aber davon sind ja die Durchschnitts-Woken mit zwei Einkommen, gerne auch mal ein Beamten-Salär dabei, und anderthalb Kindern in der Regel nicht betroffen. Also Haltung zeigen, auch wenn das Schaden für andere bedeutet.
Ach ja, den Buchladen will ich Ihnen nicht vorenthalten. Einer meiner Bonus-Söhne möchte Polizist werden. Und als ich im Sommer in Deutschland gewesen bin, hab ich beschlossen, ihm ein Buch von Manuel Ostermann zu schenken. Und so bin ich, noch jetleg-gebeutelt, sofort zur Buchhandlung Thalia in Düren gegangen und hab nach dem neuen Buch von Ostermann gefragt. - Wer bitte? - Manuel Ostermann, der Polizeigewerkschafter! - Können Sie das buchstabieren? - Oster wie Osterhase und Mann wie Frau! - Aha. Das muss unten sein. In der Politikabteilung! Da hab ich es nicht gefunden, einen Mitarbeiter auch nicht. Aber dafür riesengroß beworben ein Buch der amerikanischen Bischöfin, die gegen Trump schießt. Aha, ein Haltungsladen, hab ich mir gedacht und das Buch bei Amazon bestellt. Zumindest in der Woche darauf hat es den ersten Platz bei den Sachbüchern belegt.
Dass der Name Ostermann in diesem Kommentar gleich zweimal auftaucht, ist wirklich Zufall. Die beiden Personen sind weder verwandt noch verschwägert.

aus dem aktuellen Sonn(en)tag, dem Newsletter für Deutsche in Texas

FriedensangstNach der „Kriegstauglichkeit“ scheint sich jetzt ein neuer Begriff in Deutschland durchzusetzen: „Friedensa...
23/11/2025

Friedensangst

Nach der „Kriegstauglichkeit“ scheint sich jetzt ein neuer Begriff in Deutschland durchzusetzen: „Friedensangst“. Wenn man glaubt, dass Rheinmetall da die blutigen Fingerchen mit im Spiel hat, liegt man vermutlich nicht ganz verkehrt. An dieser Stelle möchte ich auch nicht unerwähnt lassen, dass Marie-Agnes Strack-Zimmermann, „Mutter Courage der FDP“ und Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung in der EU, ihren Wahlkreis in Deutschland genau dort gehabt hat, wo Rheinmetall angesiedelt ist. Mit diesem Background-Wissen lässt sich leicht verstehen, warum sie sich so vehement gegen Friedenspläne im Russland-Ukraine-Krieg stellt. Und jetzt noch einmal ein Blick auf die Rheinmetaller: Deren Aktie befindet sich seit Bekanntwerden des 28-Punkte-Plans im Sinkflug. Alleine in den letzten fünf Tagen ist der Wert um 11 Prozent gesunken.
Ein Friedensplan, der mit Sicherheit noch nicht ausgereift ist, rettet Menschenleben. Tausend und Abertausende Leben könnten durch eine Zustimmung gerettet werden.

Kommentar aus dem Sonn(en)tag
https://sonnentag.beehiiv.com

Neulich in Deutschland (26)So sah das übrigens aus, als Deutschland zum letzten Mal kriegstüchtig war. Britische Lancast...
14/11/2025

Neulich in Deutschland (26)

So sah das übrigens aus, als Deutschland zum letzten Mal kriegstüchtig war. Britische Lancaster-Bomber legten meine Heimatstadt Düren in Schutt und Asche.

Aber 81 Jahre später ist das komplett vergessen und diverse Politiker haben feuchte Kriegsträume. In drei Jahren will man wieder kriegstüchtig sein. Putin wartet natürlich sehnsüchtig auf diesen Tag, weil er dann endlich angreifen darf. Und junge Männer und Frauen warten natürlich ebenso sehnsüchtig darauf, ein Vaterland zu verteidigen, das sie nicht als solches bezeichen und dessen Flagge sie nicht hissen dürfen, ohne sofort unter Nazi-Verdacht zu stehen. Besser könnte Satire niemals sein.
Die marode deutsche Wirtschaft rüstet gerade um. So ein potenziell nahender Krieg ist doch was Feines. Und so produzieren die einen Uniformen statt Outdoorkleidung, die anderen bauen Feldküchen statt Kochnischen.
Werdet endlich wach! Und jagt dieses Politiker-Gesindel vom Hof! Hört euch deren Aussagen an, die wollen den Krieg mit Russland. Nicht Putin! Den muss man nicht mögen, aber man sollte hinsehen und nachdenken.
Bitte lasst euch nicht in einen Krieg herein reden, in dem ihr wieder nur die Marionetten seid.

Bild/ai: John Staud

Zweitverwertung des Sonn(en)tag-Kommentars.
09/11/2025

Zweitverwertung des Sonn(en)tag-Kommentars.

Wieder mal Zweitverwertung für den Kommentar im Sonn(en)tag.
26/10/2025

Wieder mal Zweitverwertung für den Kommentar im Sonn(en)tag.

Mal wieder Zweitverwertung für den Sonn(en)tag …
14/10/2025

Mal wieder Zweitverwertung für den Sonn(en)tag …

Hier mal wieder Zweitverwertung für den Sonn(en)tag.
05/10/2025

Hier mal wieder Zweitverwertung für den Sonn(en)tag.

Aus dem aktuellen Sonn(en)tag
01/09/2025

Aus dem aktuellen Sonn(en)tag

So im Sonn(en)tag geschrieben, dem wöchentlichen und kostenlosen Newsletter für Deutsche in Texas.
17/08/2025

So im Sonn(en)tag geschrieben, dem wöchentlichen und kostenlosen Newsletter für Deutsche in Texas.

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