Im Zentrum steht der vom Autor selbst verkörperte aufrechte Verlierer Jürgen Dose. Jürgen Dose (Heinz Strunk), kommt meist gegen 18.00 Uhr nach Hause. Weil er leider keinen Garten hat, hat er eine Batterie Gartenzwerge im Hausflur aufgestellt. Wenn er abends seine Sachen ablegt, schauen sie ihn freundlich und aufmunternd an. Jürgen freut sich jedes mal auf sie und ihr unkomplizierte Art. Wenn die
Haustür dann hinter ihm ins Schloss gefallen ist, nimmt er erstmal eine Fleischtunke zu sich. Danach sieht er nach seiner kranken Mutter, die das Bett nicht mehr verlassen kann, hängt den Besteckkasten vom Ventilator, streitet sich mit dem Pflegedienst über angebrannten Nierentee oder spielt mit seinem querschnittsgelähmten Freund Bernd Würmer (Charly Hübner) Panzerquartett. Jürgen Dose ist ein Mann, wie ihn jeder zu kennen glaubt: Als Nachbar, Passant, Handwerker, Busfahrer, der so oft bemühte kleine Mann von der Straße. Unauffällig, schüchtern, macht er kein Aufsehen um seine Person und lebt mehr schlecht als recht vor sich hin. So unauffällig, dass man ihn fast übersieht. Früher hätte man Männer wie ihn einen Sonderling genannt; verschroben, eigenbrötlerisch, kauzig. Heutzutage nennt man sie Nerds. Jürgen erwartet nicht viel vom Leben, und schon gar keine Frau, außerdem gibt’s die ja auch schon in Gestalt seiner Mutter, die, pflegebedürftig und bettlägerig, von einer Krankenschwester, der zweiten Frau seines Lebens, betreut wird. Jürgens sonstige soziale Kontakte beschränken sich auf seinen besten Freund, den Rollstuhlfahrer Bernd Würmer. Zwei zu kurz gekommene, die, so komisch wie schlecht gelaunt, eine alternativlose Schicksalsgemeinschaft bilden: Es ist sonst eben niemand da. Die übrige Welt scheint nichts anderes im Sinn zu haben, als es den Beiden schwer zu machen. Alles wird zum Spießrutenlauf. Jeder Arztbesuch eine Demütigung, selbst der Besuch einer Imbissbude gerät regelmäßig völlig aus den Fugen und entwickelt sich zu einem grotesken Desaster. Der einzige Platz, wo sie sich halbwegs sicher fühlen, ist Jürgens Zweizimmerwohnung im 10.Stock einer Hochhaussiedlung. Jürgen und Bernd haben keinen Platz in der Welt. Aber gerade in ihrem Außenseiterstatus entwickeln die beiden eine bestechende Komik, die nicht zuletzt so rührt, weil sie, wie alle wirkliche Komik, der Tragik geschuldet ist.