11/05/2020
Am vergangen Donnerstag, den 7. Mai, haben wir als Grosse Freiheit 36 gemeinsam mit den anderen Läden auf der Straße unsere Lichter angeschaltet und für einen kurzen Moment schien die beliebte Partymeile wie in einer „normalen“ Nacht: Bunt & hell erleuchtet und laute Musik, die aus den verschiedenen Clubs und Bars donnert, um sich gegenseitig zu übertönen. Es war ein kurzer Moment der Normalität in diesen verrückten Zeiten und hat ein Gefühl ausgelöst, das wir alle sehr vermissen.
Diese Aktion war ein Protest der Clubs, Bars und Kneipen, um der Politik aufzuzeigen, dass wir nicht vergessen werden dürfen. Denn wenn wir in dieser schweren Zeit keine Hilfe bekommen und schlichtweg als „verzichtbar“ gesehen werden, würde das, was letztlich die meisten Tage besonders macht – Parties, Konzerte und Kneipenabende - für viele Hamburger*innen und Tourist*innen bloß noch eine schöne Erinnerung an die Zeit vor Corona sein. Um das vielseitige Eventangebot aber aufrecht erhalten zu können, müssen die Läden überleben & aktuell stehen die meisten Betreiber*innen und Gastronom*innen vor den Scherben ihrer Existenz.
Wir fragen uns: „WAS IST EUCH DIE FREIHEIT WERT?“ und möchten zum Nachdenken anregen, denn wer Banken und Autos rettet, sollte auch jetzt helfen, die Clubkultur am Leben zu erhalten. Wir wünschen uns ein Zeichen der Politik, dass sie uns, die Veranstaltungs- und Kulturbranche, nicht vergessen haben und unterstützen, damit wir hoffentlich ganz bald wieder mit euch feiern, trinken und lachen können – in der Grossen Freiheit 36 und in all den anderen schönen Läden auf unserem Kiez.
Danke an die Olivia Jones Bar für die Initiierung der Protestaktion! ❤️
Schweigeminute auf dem Kiez: Am Donnerstagabend haben Bar- und Kneipenbesitzer auf ihre Existenznöte aufmerksam gemacht und mehr finanzielle Hilfen gefordert. Initiatorin der Protestaktion auf der Reeperbahn war Dragqueen Olivia Jones, die selbst mehrere Bars auf dem Kiez ...