Abgerippt

Abgerippt "Abgerippt!" - Frankfurter Gang- und Jugendkulturen in den 1980er und 1990er Jahren. Später wurde zwischen den Gangs abgerippt.

Eine Ausstellung über Frankfurter Gang- und Jugendkulturen in den 1980er und 1990er Jahren, präsentiert von Bobby Borderline. In den 1980er und 1990er Jahren bildeten sich rasant in fast allen Stadtvierteln Frankfurts Gangkulturen heraus, die von jugendlichen Migranten getragen wurden. Die heranwachsende so genannte zweite Migrantengeneration befand sich in einer paradoxen Situation: Zum einen kon

nten ihnen ihre Eltern keine eigenen Zukunftsperspektiven vermitteln, da diese die Hoffnung nicht aufgaben in ihre Heimat zurückzukehren. Zum anderen erlebten sie alltäglich Rassismus und Missachtung durch die deutsche Aufnahmegesellschaft. Zum dritten stärkte das Gründen von Jugendbanden und Praktiken wie Abrippen oder Jacken abziehen das Wir-Gefühl. Anfangs ging es oft darum andere Jugendliche abzurippen, um Trophäen aus einer nicht erreichbaren Welt zu erlangen. Geprägt waren diese jugendlichen Gangs durch HipHop als Kultur und künstlerische Ausdrucksform. HipHop ist als Kultur nach dreißig Jahren zu einer der wichtigsten Lebensformen der Jugend von heute geworden, weil ihnen durch die kulturell-konstruktiven Praktiken (Rap, Breakdance, Graffiti) Weltaneignung und Selbstverwirklichung ermöglicht wird. Anhand der Bezeichnungen und Namen der Gangs wird der Bezug zur HipHop Kultur offensichtlich, zum Beispiel Club 77, Lamina, Amigos, Los Desperados, Heisenrath, Le Mur und Turkish Power Boys. Oguz Sen aka Bobby Borderline sammelt seit mehreren Jahren Bilder von ehemaligen Gangmitgliedern aus den verschiedenen Frankfurter Stadtteilen. Unter anderem besuchte er kurze Zeit auch die Friedrich-Stoltze-Schule und hat keinen Schulabschluss. Nachdem seine Arbeiten Professor Heiner Blum auffielen, wurde er nach einem Aufnahmetest an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach angenommen. Mit freundlicher Unterstützung durch das Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Frankfurt am Main, neue Linie.net, gypsy tricks. Credits: Jasmin Delic (künstlerischer Assistent), Killa Schütze (Dokumentation), Thomas Maron (Video)

Veranstalter der Ausstellung ist Leonhardi Kulturprojekte. Sie steht unter der Schirmherrschaft der Stadträtin Nargess Eskandari-Grünberg

Künstler: Oguz Sen aka Bobby Borderline
Kuratorin: Felicia Herrschaft

Ausstellungsdauer: 6.– 20. Mai 2012
Öffnungszeiten: tägl. 18-23 Uhr

Ort: Pavillon der Friedrich-Stoltze-Schule, Seilerstr. 36, 60313 Frankfurt am Main

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Ripped off! Frankfurts Youth- and Gangculture in the 1980´s and 1990´s

In the late 80´s and early 90´s, gangcultures, built by juvenile immigrants, were cultivated in almost every district of Frankfurt city. Then, so-called second-generation immigrants were growing up in a paradoxical situation: On the one hand, their parents could not convey them an individual outlook on a future in Germany, because they did not give up hope to return to their homeland. On the other hand, they experienced racism and disregard day-to-day, by the German host society. Alternatively, the organisation in youthgangs and teamwork practices, like robberies or ripping off jackets, strengthened a feeling of belonging. In the beginning, the robberies were often about obtaining trophies from an unreachable world. Later, gangs were ripping off among one another. The young gangs were affected by HipHop culture and its different ways of artistic expression. After thirty years, HipHop has become one of the most important ways of life for todays youth. Because, culturally constructive practices like Rap, Breakdancing, Graffiti and Dejaying enable self-production and an active appropriation of the world. The names and identifications of the gangs make the connection to HipHop culture obvious: Club 77, Lamina, Amigos, Los Desperados, Heisenrath, Le Mur and Turkish Power Boys. Oguz Sen aka Bobby Borderline visited Friedrich-Stoltze-Schule. Since several years, he collects images of former gang members from various districts in Frankfurt. Although without school leaving certificate, he studies at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main and is a practising artist. With kindly supported: Stadt Frankfurt am Main, Magistrat, Dezernat 11 and Neue Linie.

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Almanya'nın Frankfurt kentinde, Iğdır'lı bir ailenin oğlu olan 34 yaşındaki Oğuz Şen tarafından, 1990'lı yıllardaki ırkçılığı konu alan "Tokat" adlı bir fotoğraf sergisi açıldı.

Ausstellungsdauer 6.05.-20.05.2012 (Eintritt frei)
10/05/2012

Ausstellungsdauer 6.05.-20.05.2012 (Eintritt frei)

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Bomberjacke, Hiphop und Baseballschläger waren wichtige Elemente der Frankfurter Jugendgangs, die sich vor 30 Jahren formierten und später rivalisierten. Was damals als Schrecken der Straßen galt, wird nun erstmals in einer Ausstellung aufgearbeitet.

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Adresse

Frankfurt
60313

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