04/12/2023
Stellungnahme zur gemeinsamen Pressemitteilung des Senat für Kultur, der Senat für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung und des Senats für Wirtschaft, Häfen und Transformation der Stadt Bremen vom 2.12.2023 zur Kundgebung „Save the Rave - mehr Räume für Subkulturelle Angebote“
In der gemeinsamen Pressemitteilung zur Kundgebung "Mehr Räume für subkulturelle Angebote" sprechen der Senat für Kultur, der Senat für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung und der Senat für Wirtschaft, Häfen und Transformation von ihrer bisherigen Unterstützung diverser subkultureller Angebote. Dabei scheint den Senatsstellen nicht klar zu sein, dass es sich bei Kultur im Bunker e.V. und Zucker e.V. um verschiedene gemeinnützige Vereine handelt.
Zur Info:
Das Zuckernetzwerk arbeitet seit 2011 daran ein neues subkulturelles Zentrum in Bremen zu eröffnen. Das 2013 gewonnene (!) Preisgeld aus dem Wettbewerb “für die Entwicklung und Umsetzung von Leuchtturmprojekten der Kultur- und Kreativwirtschaft Bremen” ist dabei die einzig erhaltene nennenswerte Summe aus dem Bremer Haushalt.
Der Verein Zucker e.V. hat durch Crowdfunding, Stiftungen, Spenden, Bundesmittel, Bürgschaften, Kredite und viel ehrenamtlicher Arbeit eine Finanzierung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro, ohne einen dezidierten Förderbescheid Bremens, aufgestellt.
Das Zuckernetzwerk hat fünf Jahre daran gearbeitet einen Bunker kaufen zu dürfen und die Finanzierung auf die Beine zu stellen, um dann weitere sechs (!) Jahre zu warten um endlich einen Grundbucheintrag in den Händen zu halten. Sechs Jahre inklusive Coronakrise und Explosion der Baukosten.
Durch zähe Verwaltungsprozesse und Auswirkungen der Krisen droht jetzt der Verlust bereits bewilligter Bundesmittel.
Die zwölfjährige Arbeit unzähliger Bremer*innen an einem neuen Kulturzentrum mit Clubbetrieb droht so doch noch zu scheitern.
Wir brauchen jetzt 250.000€ um diesen Verlust abzuwenden.
Wir sehen die Stadt Bremen in der Verantwortung den enormen Einsatz vieler Bremer*innen für den Umbau des Bunkers in der Hans-Böckler-Straße in ein Zentrum für Subkultur in dieser Notlage zu unterstützten, statt in Pressmitteilungen durch Aufzählung von Förderungen anderer Projekte, unter Verwechslung der einzelnen Akteur*innen den Eindruck zu erwecken schon genug getan zu haben.
Bremen, 04.12.23
Zucker e.V.